Teil 4: Meine größten Fehler im Selfpublishing und warum ich heute darüber lache
Ich sage es dir direkt:
Ich habe am Anfang nicht alles richtig gemacht.
Und das ist wichtig zu wissen.
Weil viele denken, andere hätten es sofort verstanden.
Nein.
Ich saß auch da. Mit zig offenen Tabs. Mit pochendem Herzen. Und mit der Frage:
„Warum funktioniert das nicht?“
Heute weiß ich: Es war kein Scheitern. Es war learning by doing.
Und genau das gehört dazu.
Fehler Nummer 1: Das falsche Format
Mein größtes Chaos am Anfang?
Ganz klar: das Format.
Ich dachte, ich hätte alles richtig eingestellt.
PDF erstellt. Hochgeladen. Fertig.
Und dann kamen die E-Mails.
Nicht eine.
Nicht zwei.
Gefühlt fünfzehn.
„Datei entspricht nicht den Druckanforderungen.“
„Format stimmt nicht mit den gewählten Optionen überein.“
„Beschnitt nicht korrekt.“
Ich war kurz davor, alles hinzuwerfen.
Das Problem war simpel – aber ich habe es nicht verstanden:
Meine Canva-Datei passte nicht exakt zu den Druckeinstellungen bei KDP.
Falsches Seitenmaß
Anschnitt nicht korrekt
Rückenbreite minimal daneben
Und Amazon ist da gnadenlos genau.
Was ich daraus gelernt habe:
Erst das Format festlegen.
Dann das Dokument anlegen.
Nicht andersherum.
Seit ich das so mache, bekomme ich keine Fehlermeldungen mehr.
Und ja – wenn man es einmal verstanden hat, ist es wirklich einfach.
Aber beim ersten Mal fühlt es sich riesig an.
Fehler Nummer 2: Ungeduld
Mein zweiter „Fehler“ war keine Technik.
Es war Ungeduld.
Ich dachte:
„Das Buch ist online – jetzt muss doch etwas passieren.“
Und wenn nach ein paar Tagen nichts Großes passierte, war ich innerlich schon enttäuscht.
Heute weiß ich:
Ein Buch ist kein virales Reel.
Es ist kein Trend-Video.
Es ist ein Produkt, das Vertrauen braucht.
Sichtbarkeit entsteht durch Wiederholung.
Pinterest braucht Zeit.
Instagram braucht Präsenz.
TikTok braucht mehrere Anläufe.
Facebook lebt von Beständigkeit.
Dranbleiben ist wichtiger als Perfektion.
Fehler Nummer 3: Zu viel Druck auf mich selbst
Ich wollte alles sofort richtig machen.
Perfektes Cover.
Perfekte Beschreibung.
Perfekter Launch.
Aber Perfektion blockiert.
Heute arbeite ich anders:
Ich starte.
Ich beobachte.
Ich optimiere.
Das Schöne an Selfpublishing ist:
Du kannst Dinge anpassen.
Beschreibung ändern.
Keywords verbessern.
Preis anpassen.
Es ist kein starres System.
Was ich heute anders sehe
Wenn ich heute eine Fehlermeldung bekomme, denke ich nicht mehr:
„Ich kann das nicht.“
Sondern:
„Okay. Wo liegt der technische Fehler?“
Und meistens ist es etwas Kleines.
Selfpublishing ist kein Talent Test.
Es ist ein Lernprozess.
Und je öfter du es machst, desto ruhiger wirst du.
Mein wichtigstes Learning
Nicht das perfekte Wissen bringt dich weiter.
Sondern das Tun.
Ich habe am Anfang gezweifelt.
Ich war genervt von den Format-E-Mails.
Ich war ungeduldig.
Und trotzdem habe ich weitergemacht.
Genau das ist der Unterschied.
Nicht die, die alles sofort verstehen, kommen weiter.
Sondern die, die dranbleiben.
Wenn du gerade an deinem ersten Buch sitzt und denkst, es ist kompliziert:
Es wird einfacher.
Wirklich.
Beim zweiten Buch lächelst du schon.
Beim dritten wunderst du dich, warum du dich damals so gestresst hast.
Learning by doing ist hier kein Spruch.
Es ist die Wahrheit.