Teil 3: So vermarkte ich meine Bücher, kostenlos und mit echter Reichweite
Viele denken, das Schwierigste sei das Schreiben.
Ich sehe das anders.
Das Schreiben ist der kreative Teil.
Die Vermarktung ist der mutige Teil.
Und genau davor haben viele Respekt.
„Ich will doch nicht nerven.“
„Ich will mich nicht verkaufen.“
„Ich habe kein Werbebudget.“
Die gute Nachricht: Du brauchst keins.
Ich arbeite überwiegend mit kostenlosen Plattformen und das funktioniert. Nicht über Nacht. Aber nachhaltig.
Meine Hauptkanäle sind:
- TikTok
Und ich nutze jede Plattform bewusst anders.
1. Instagram –> Nähe und Persönlichkeit
Instagram ist für mich der Ort, an dem Menschen mich kennenlernen.
Hier verkaufe ich nicht aggressiv.
Hier nehme ich meine Community mit.
Vor dem Launch
- Cover zeigen (mehr als einmal)
- Entstehungsprozess teilen
- Umfragen („Welches Motiv gefällt euch besser?“)
- Einblicke ins Layout
- Bei Malbüchern: einzelne Seiten anteasern
Ich baue Spannung auf.
Nicht mit Druck, sondern mit Neugier.
Zum Releasetag
- Klarer Post mit:
- Was ist es?
- Für wen ist es?
- Warum ist es besonders?
- Story mit direktem Link
- Mehrere Slides mit Details
Und ganz wichtig:
Du darfst klar sagen, dass es jetzt erhältlich ist.
2. Facebook –> Vertrauen & Gruppen
Facebook ist ruhiger, aber wertvoll.
Hier teile ich:
- Den offiziellen Launch-Post
- Persönliche Hintergründe zum Buch
- Beiträge in passenden Gruppen (wenn erlaubt!)
Gerade bei Malbüchern funktionieren Eltern- oder DIY-Gruppen gut – solange du nicht spamst, sondern Mehrwert bietest.
Zum Beispiel:
„Ich habe ein Malbuch für Kinder ab 4 erstellt – hier sind ein paar Beispielseiten.“
Nicht:
„Kauft das jetzt sofort.“
Der Unterschied liegt im Ton.
Es eigenen sich auch „Werbungs“ Gruppen perfekt um gesehen zu werden, dort sind eure Links dann natürlich auch erlaubt. Gebt in der Suche einfach mal Werbung ein und geht auf Gruppen, ihr werdet sehen da gibt es zahlreiche.
3. Pinterest –> langfristige Sichtbarkeit
Pinterest ist keine klassische Social-Media-Plattform.
Es ist eine Suchmaschine.
Und genau deshalb ist sie so stark.
Ich erstelle:
- Mehrere Pins pro Buch, diese könnt ihr einfach bei Canva erstellen, dort gibt es zahlreiche kostenlose Vorlagen
- Unterschiedliche Designs
- Unterschiedliche Überschriften
Beispiel Malbuch:
- „Malbuch Tiere ab 4 Jahren“
- „Beschäftigungsideen für Regentage“
- „Geschenkidee für Kindergartenkinder“
Ein Buch = viele Einstiege.
Pinterest bringt keine Explosion an einem Tag.
Aber kontinuierliche Reichweite über Monate.
Ein Pin kann noch lange nach Veröffentlichung Verkäufe bringen.
4. TikTok –> enorme Reichweite durch kurze Videos
TikTok wird oft unterschätzt – gerade von Autorinnen.
Aber hier liegt enormes Potenzial.
Vor allem, wenn dein Buch visuell ist.
Bei Malbüchern funktionieren zum Beispiel:
- Schnelle Durchblätter-Videos
- „POV: Du suchst eine Geschenkidee für dein Kind“
- Vorher/Nachher (ausgemalte Seiten)
- Kurze Clips vom Entstehungsprozess
Bei Ratgebern oder Romanen:
- Kurze Textzitate eingeblendet
- Emotionale Hook in den ersten 3 Sekunden
- „Wenn du dich hier wiedererkennst…“
TikTok lebt von:
- Schnelligkeit
- Echtheit
- Wiederholung
Du brauchst kein Studio. Kein perfektes Setup.
Ein Handy reicht. Und das wichtigste du musst dich dafür noch nicht mal vor der Kamera zeigen, denn dein Buch ist der Star des Videos.
Und wichtig:
Nicht ein Video posten und auf Wunder hoffen.
Mehrere kurze Videos funktionieren besser als ein perfektes.
5. Mein Launch-Ablauf (konkret)
Damit es greifbar wird, hier mein Ablauf:
7–10 Tage vorher
- Erste Andeutung
- Cover zeigen
- Entstehung teilen
3–5 Tage vorher
- Details zur Zielgruppe
- Besonderheiten hervorheben
- Countdown starten
Releasetag
- Hauptpost auf Instagram & Facebook
- Story mit Link
- Mehrere Pinterest-Pins veröffentlichen
- TikTok-Video online stellen
Woche danach
- Erinnerung posten
- Einblicke ins Buch zeigen
- Feedback oder Rezensionen teilen
Nicht entschuldigen. Erinnern.
6. Rezensionen –> ehrlich und sauber
Ich bitte nicht aggressiv um Bewertungen.
Ich sage:
„Wenn euch das Buch gefällt, freue ich mich über eine ehrliche Rezension.“
Gerade bei Malbüchern kann man zusätzlich:
- Fotos von ausgemalten Seiten teilen (mit Erlaubnis)
- Feedback von Eltern posten
Vertrauen verkauft.
7. Amazon Ads –> optional
Ich starte meist ohne bezahlte Werbung.
Ich möchte zuerst sehen:
- Funktioniert das Cover?
- Funktioniert die Beschreibung?
- Gibt es organisches Interesse?
Wenn es gut läuft, kann man mit kleinen Budgets testen.
Aber es ist kein Muss.
Kostenlose Reichweite funktioniert, wenn du sichtbar bleibst.
Das Wichtigste: Dranbleiben
Viele veröffentlichen ein Buch.
Posten einmal.
Und wundern sich nach drei Tagen das nichts passiert und geben auf.
Ein Buch braucht Zeit.
Pinterest wirkt langfristig.
Instagram lebt von Wiederholung.
TikTok braucht mehrere Versuche.
Facebook lebt von Vertrauen.
Dranbleiben schlägt Perfektion.
Mein ehrliches Fazit
Du brauchst:
- Klarheit
- Wiederholung
- Sichtbarkeit
Nicht:
- Riesige Budgets
- Dauerwerbung
- Druck
Zeig dein Buch.
Nicht einmal. Sondern immer wieder.
Und wenn du jetzt noch wissen willst, welche Fehler ich am Anfang gemacht habe dann lese auch noch :
Teil 4: Meine größten Fehler & Learnings im Selfpublishing