Wie geht es dir? Ich glaube die Antwort auf diese Frage wird oft mit gut beantwortet obwohl es gar nicht so ist. Aber was wäre wenn wir diese Frage mal ehrlich beantworten würden? Möchte mein Gegenüber eine ehrliche Antwort überhaupt hören? Was wenn wir erzählen wie sehr uns das Eltern sein zwischendurch anstrengt- das unser Akku leer ist und wir gerne eine Pause hätten? Bei aller Liebe zu unseren Kindern, manchmal ist man einfach am Ende seiner Kräfte. Es gibt so Tage, da läuft einfach nichts rund. Scheinbar ist niemand zufrieden und schon am Morgen möchte man am liebsten wieder ins Bett. Bei mir gibt es oft Tage wo ich mich zwischen all den Bedürfnissen, Anforderungen und Aufgaben total zerrissen fühle.
Aber was tun? Den Job als Mama kann man ja nicht einfach an den Nagel hängen. Aber ehrlich gesagt würde ich das auch nie wollen, denn Kinder zuhaben ist für mich das größte Geschenk auf dieser Welt. Aber eben dennoch manchmal sehr anstrengend. Aber genau darüber sollten wir reden, wir sollten nicht schweigen und sagen alles läuft perfekt. Wenn ich manchmal so durch Instagram oder Facebook scrolle denke ich mir jedesmal: Mensch haben die ein perfektes Leben. Kein Streit, keine Überforderung und vor allem immer TOP gestylt. Ich bin ehrlich ich kann und bin das nicht. Ich bringe die Kinder Frühs mit Schlabberklamotten und Dutt zum Bus, hole Brötchen ohne Schminke und schminke mich generell eher selten. Aber genau das ist das was Müttern wieder mehr vermittelt werden sollte. Das es vollkommen normal ist nicht immer perfekt zu sein. Wir müssen uns von dem Druck , immer die perfekte Mutter und Frau sein zu müssen, verabschieden. Denn was sehen wir denn in der Werbung oder im Netz. Eine Mutter die top gestylt, freundlich lächelnd ihrem Kind die Zähne putzt, ihrem Mann freudig das Essen reicht und danach noch ihrem Chef die Unterlagen reicht. Alles natürlich voller Power und ohne erschöpft zu wirken.
Zu diesem ganzen Druck kommt auch noch die psychische Belastung, immer alles im Kopf haben zu müssen. Mein Kopf ist oft viel zu voll mit Arztterminen, Geburtstagsgeschenkelisten, Einkaufslisten, Ausleihfristen und anderen wichtigen Terminen. Aber natürlich gehört dies alles zum Mama sein dazu. Nur wir sollten uns eben auch mal eine Pause gönnen, zum abschalten oder uns eine Vertrauensperson suchen, der wir unsere Sorgen auch mal offen und ehrlich sagen können.

Bei mir ist dies meine beste Freundin. Wie oft haben wir uns gegenseitig schon erzählt wie „scheiße“ es gerade läuft und das wir manchmal am liebsten alles hinschmeißen möchten. Aber wisst ihr was das Beste daran ist? Eben genau dieses Gefühl nicht alleine zu sein. Zu wissen es gibt da draußen ganz viele andere Mütter die gerade genau das selbe denken und fühlen und Abends genauso wieder glücklich sind, wenn ein kleines Stimmchen ein Mama ich hab dich lieb säuselt. Es ist vollkommen ok mal erschöpft zu sein. Bitte lasst euch das niemals einreden, dass dies nicht so wäre.

Deshalb: Liebe erschöpfte Mama du bist nicht alleine, wir sind ganz viele und wir sollten dazu stehen.

Mutter sein ist anstrengend, manchmal auch extrem ermüdend aber trotzdem der beste Job der Welt.

Mama sein, heißt eben nicht, dass man immer lächelt, sondern auch manchmal Meere weint. Mama sein bedeutet auch viele schlaflose Nächte, in denen man das Kopfkissen fest umarmt und am liebsten nicht mehr aufstehen möchte. Aber trotzdem stehen wir auf und machen weiter.

Deshalb möchte ich euch sagen, solche Momente und Tage gibt es. Aber sie gehen vorbei und dann kommen wieder Tage und Momente wo wir einfach nur glücklich sind, als Mama, als Frau und als Mensch.

Eure Nicole

 

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