Hallo meine Lieben, heute kommt mal wieder ein sehr persönlicher Blogbericht. Meine Erfahrung zur Sterilisation. Vorab kann ich nur von meiner Erfahrung sprechen und dies soll auch kein grundsätzlicher Beitrag gegen eine Sterilisation sein. Nur meine Erfahrung und warum ich es nicht nochmal machen würde. 

Ich hatte mir schon in der Schwangerschaft mit Leo überlegt die Sterilisation im Anschluss an den dritten Kaiserschnitt machen zu lassen. Denn 3 Kaiserschnitte waren wirklich genug, genauso wie 3 wundervolle und gesunde Kinder. Der Kinderwunsch war mit Leo abgeschlossen, dass war ganz klar. Also war eine Sterilisation in Hinblick auf eine Hormonfreie Verhütung, eine für mich in dem Moment, super tolle Sache. Hätte ich gewusst welche Nachwirkungen das haben würde, hätte ich glaube ich ein paar mal länger drüber nachgedacht. 

Wie gesagt das meine bzw. unsere Familienplanung abgeschlossen ist, das wusste wir beide ab dem positiven Test vom Leo. Denn für mich war es das dritte Kind und für meinen Mann das erste. Er wollte auch keine weiteren mehr, deswegen lag der Gedanke einer langfristigen Verhütung nahe. Da ich aber gerne Hormonfrei verhüten wollte, blieb nicht mehr so viel. Die Ärzte im Krankenhaus nannten fast nur Vorteile und mögliche Risiken oder Komplikationen wurde nur ganz am Rande kurz angesprochen. Rückblickend fühlte ich mich wirklich nicht gut aufgeklärt. 

Kommen wir also zum Tag des Kaiserschnittes und der Sterilisation. Leo´s Geburt verlief zum Glück sehr gut und ich war froh ihn direkt nach der Geburt kurz zu Gesicht bekommen zu haben. Danach ging es für ihn ja auf die Neo und ich wurde noch im OP versorgt. Im OP selber fragte man mich dann nochmals ob ich die Sterilisation wirklich haben wollte. Ich bejahte dies und somit wurde der kleine Eingriff vorgenommen. 

Zu den Schmerzen nach der OP kann ich nicht viel sagen, da mir grundsätzlich alles weh tat, aber ich würde sagen das die Sterilisation an sich keine großen Schmerzen verursacht hat. Die ersten „Nachwirkungen“ der Sterilisation merkte ich erst bei meiner ersten Blutung nach der Geburt. Diese war wie üblich stärker als sonst aber auch viel schmerzhafter. Damals schob ich das noch auf die Geburt und den Kaiserschnitt. Heute weiß ich das dies leider seit der Sterilisation so schlimm ist. Jeden Monat aufs neue sind die Schmerzen leider wirklich sehr stark geworden. Ich hatte schon immer Schmerzen aber in diesen Ausmaß nicht. Ohne Schmerzmittel und Wärmflasche geht da leider gar nichts. Leider sind dies oft „Nebenwirkungen“ einer Sterilisation und scheinbar gar nicht so selten. Leider wurde mir dies, vorher nie gesagt. 

Natürlich hätte dies auch nicht passieren müssen, deswegen habe ich ja oben schon erwähnt, dass dies nur meine eigene Erfahrung ist. Auch wenn es natürlich auch viele Vorteile bringt, wie zum Beispiel keine Angst mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft zu haben. Denn bei einer Sterilisation werden beide Eileiter verschlossen oder durchtrennt. Dadurch können Eizelle und Spermien nicht mehr zusammenkommen. Eine Befruchtung ist somit nicht mehr möglich. Natürlich gibt es auch die Gefahr das die Eileiter wieder zusammen wachsen. Dies passiert aber nur bei 2 von 1000 Frauen. Die Gefahr ist also relativ gering. 

Ich kann nur jeder Frau raten sich wirklich gut beraten zu lassen, ich würde es bei jetzigem Kenntnisstand, nicht nochmal machen lassen, aber natürlich weiß man sowas erst hinterher. Ich hoffe einfach das sich vielleicht alles mit den Jahren etwas bessert und es nicht so schlimm bleibt wie es aktuell ist. Habt ihr vielleicht auch eine Sterilisation hinter euch und die gleich Probleme? Oder ging bei euch alles gut? Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen. 

Eure Nicole

 

Ein Kommentar

  1. Moin,
    ich habe mich auch sterilisieren lassen. 3 Jahre nach dem 2. Kaiserschnitt. Ich wollte sicher sein, dass ich keine Kinder mehr möchte, obwohl mein Mann noch gerne welche gehabt hätte (deswegen war es logisch, dass ich den Eingriff machen lasse … wäre ich am nächsten Tag tot umgefallen hätte mein Mann mit seiner nächsten Frau noch Kinder haben können … ich seh immer alles logisch)
    Mein Frauenarzt hat es sehr befürwortet, ihm wäre es lieber gewesen, dass es schon während der 2. Geburt gemacht worden wäre. Kriegen die Ärzte eigentlich Provision für die OPs? Bei der letzten Generation waren es die Entfernungen der Gebärmutter …
    Die OP wurde bei Vollnarkose ambulant gemacht. Außer, dass es mir danach k**zübel war, hatte die OP bei mir keine Folgen. Auf meine Frage, ob man irgendwie erkennen könnte, dass die OP erfolgreich gewesen sei, kam allerdings nur die lapidare Antwort: Wenn Sie schwanger werden, hats nicht geklappt. War nicht sehr hilfreich. Ansonsten hatte ich keine Nebenwirkungen. Ich würde es wieder machen. Wir hatten damals nicht viel Einkommen, und die Pille war ein großer Kostenfaktor. Auch die ständigen Hormone waren mir nicht Recht.
    Summa summarum kann / konnte ich mit der Entscheidung gut leben.

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