Hallo meine Lieben, gestern erreichten mich viele Fragen bezüglich meines Beitrags zur Scheidung. Deshalb möchte ich nun nochmal ausführlicher drauf eingehen. Viele hatten es ja Anfang 2018 mitbekommen, „mein Mann“ und ich trennten uns. Irgendwie immer noch komisch dies zuschreiben, da ich nie dachte dies mal schreiben zu müssen. Ich bin gescheitert, unsere Ehe ist gescheitert. Gescheitert am Alltag, gescheitert an zu wenig Miteinander und vor allem gescheitert an zu wenig Gesprächen .

Unser 2017 war glaube ich das härteste Jahr in meinem Leben. Es war soviel negatives dabei, dass ich ehrlich gesagt kaum noch Luft bekam.  Im März starb meine geliebte Oma, auch meiner besten Freundin ging es nicht gut. Überall hörte man nur von Trennungen und Streit….. Ich war einfach nicht mehr ICH selbst. Auch meine Geschichte kam dadurch unweigerlich wieder hoch. Ich zog mich zurück, hörte auf an unserer Ehe zu arbeiten. Der größte Fehler überhaupt. Bisher war es immer so das uns solche Schicksalsschläge noch mehr verbunden haben. Diesmal aber war es glaube ich zu viel. Wir trieben auseinander. Soweit das ich nicht mehr konnte….

Auch wenn viele meinen Weg und die Trennung bis heute nicht verstehen, so ist es doch mein Weg, den ich gegangen bin. Ich habe rückblickend viele Fehler gemacht, würde nun einiges anders machen. Trotzdem wird „mein Mann“ immer ein wichtiger Teil meines Lebens bleiben. Er ist ein toller Vater und ich weiß das er trotz allem immer für seine Mädels da sein wird. Wir haben mittlerweile einen tollen freundschaftlichen Weg zueinander gefunden. Wir verstehen uns gut. Denn wir wissen beide das diese Trennung der einzig richtige Weg war. Wir waren beide seit Jahren nicht mehr glücklich, warum genau kann ich gar nicht sagen.

Denn wir trennen uns nicht im bösen, dies war mir immer sehr wichtig.

Dieses Lied von Yvonne Catterfeld hörte ich damals fast täglich:

LIEBER SO SONGTEXT

Du weißt wir haben es versucht

Doch wahrscheinlich nicht genug
Irgendwie sind Du und ich, so was wie verflucht
Irgendwie sind wir nicht gleich, sieh uns doch nur an
Du verdienst ’ne bess’re Frau

Und ich ’nen bess’ren Mann
Wie oft hab ich daran gedacht, es nie gemacht
Ich hab es irgendwie vorher nie geschafft
Vielleicht fehlte der Mut

Vielleicht fehlte auch die Kraft
Doch jetzt fehl ich mir selbst, mehr als Du es jemals hast

Lieber so … als zu spät

Besser wenn du jetzt gehst
Viel zu lange schon tun wir uns weh
Lieber so … als zu spät

Denn wer weiß wo wir sonst enden
Wer weiß was noch passiert
Wir haben es versucht, es lässt sich nicht mehr arrangieren
Auch wenn wir uns verlier’n, auch wenn du mich dafür hasst

Irgendwann bist du mir dankbar, für die Frau die du dann hast
Seh‘ es nicht als Ende, seh‘ es als Beginn
Denn das was uns bevorsteht, wär tausendmal so schlimm
Tausendmal so hart, täte tausendmal mehr weh
Es ist besser wenn du gehst und lieber so als zu spät

Lieber so … als zu spät
Besser wenn du jetzt gehst
Viel zu lange schon tun wir uns weh
Lieber so … als zu spät

Lieber so … als zu spät
Besser wenn du jetzt gehst
Viel zu lange schon tun wir uns weh
Lieber so … als zu spät
Lieber so … als zu spät
Besser wenn Du jetzt gehst
Viel zulange schon tun wir uns weh
Besser wenn du jetzt gehst

Leider beschreibt das Lied genau meine Gefühle. Ich fehlte mir selbst, mehr als es jemand je tun könnte. Und auch wenn ich es nie wollte trat sehr schnell ein neuer Mann in mein Leben. Das dies so schnell passiert war sicher nicht geplant.

Aber nicht Grund der Trennung

Mittlerweile habt ihr ja mitbekommen das mein Freund aus Österreich zu mir gezogen ist. Wir haben nun einen gemeinsamen Sohn bekommen. Es ist alles nicht leicht, aber eine Beziehung bedeutet nun mal auch Arbeit. Arbeit an sich selbst, Arbeit an der Beziehung. Ich möchte viele Fehler nicht mehr machen, auch dies war ein Lernprozess, den ich durch die Scheidung erst begriffen habe. Ich möchte aber auch Mut machen und zeigen das eine Trennung / Scheidung nicht immer nur schlecht sein muss. Natürlich sollte man aber immer füreinander kämpfen und nicht zu schnell aufgeben, auch dies weiß ich nun umso mehr. 

Alles Liebe, eure Nicole

 

 

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