Dieser Gastbeitrag wurde von einer Leserin verfasst:

Ihr kennt mich nicht aber Ich kenne euch… Ich war früher auch so eine Ich habe etwas gehört/gelesen und SOFORT mein Urteil gefällt. Ich möchte euch heute meine Geschichte erzählen in der Hoffnung euch ein wenig zum nachdenken zu bringen.

Ich wurde nach nicht mal 6 Monaten Beziehung schwanger. Mein Partner war Ü25 und Ich die erste Freundin/Frau in seinem Leben. Es war erstmal ein Schock,er wollte auch im ersten Moment eine Abtreibung. Nach einigem Hin und Her beschlossen wir zusammen zu bleiben und zusammen dieses Kind zu bekommen. Im Frühjahr drauf zogen wir in die erste gemeinsame Wohnung und bekamen eine wunderbare kleine Tochter.

Er entstammt einer eher konservativen Familie und es war absehbar das wir eines Tages heiraten würden… Das gehört sich ja schließlich so.

Vor der Geburt meiner Tochter lernte ich einen anderen Mann kennen und verliebte mich. Doch ich blieb beim Vater meiner Tochter. Der andere Mann war einiges Älter und er reizte mich sehr. Jedoch lebte er 400 km entfernt und wir behielten Kontakt über Telefon,Facebook und Skype.

Es kam wie es kommen musste… Mein Partner und Ich entfernten uns immer mehr voneinander und Ich idealisierte den anderen Mann immer mehr. Nichts desto trotz heiratete ich den Vater meiner Tochter (nicht ohne den anderen Mann darüber zu informieren). „Ich möchte nicht schuld sein eine Familie zerstört zu haben“ Doch es war längst zu spät ich wertete den partner/meinen mann immer mehr ab und war unzufrieden. Ich war mit der Situation heillos überfordert und auch mein Mann bemerkte es, er stumpfte einfach immer mehr ab. Zärtlichkeit gab es nach der Hochzeit so gut wie gar nicht mehr. Ein halbes Jahr nach der Hochzeit hatte ich sehr intensiven,täglichen Kontakt zu dem anderen Mann. Da Ich merkte das die Ehe fest steckte fragte ich meinen Mann :“Bist du glücklich? Liebst du mich?“ „Glücklich?

Wer ist das schon… Ich bin ganz zufrieden mit meinem Leben… Und Liebe? Naja ich mag dich ich finde wir kommen gut zurecht“

Na Bumm… Ich wollte kein zufriedenes Leben… Ich wollte ein glückliches Ich wollte glücklich sein…

Aber da war ja noch meine süße kleine Tochter…

Mein süßes kleines Mädchen. Ich hatte wahnsinnige Angst vor einer Trennung,bin Ich doch selbst ein Scheidungskind das Jahrelang als Ping-Pong-Ball zwischen den Eltern fungierte. Das wollte ich Ihr auf keinen Fall antun.

Mein Mann redete immer davon das Er niemals nie im guten eine Trennung durchziehen könne und er mich in jedem Fall hassen würde,auch würde er mir die Tochter nie freiwillig überlassen…

Meine Tochter leidet an Neurodermitis,kann mit Stress ganz schlecht umgehen bzw es wirkt sich sofort auf die Haut aus. Mehrere Klinikaufenthalte waren schon nötig wegen der schlimmen Haut.

Mein kleines Mädchen ging mit knapp 2 Jahren erst in eine Kita (wegen der Haut), hatte die Familie meines Partners (Omas,Opas,Tanten,Onkels,…) und somit eine gutes soziales Umfeld. Die Haut wurde besser aber ich immer unglücklicher.

Ich verließ meinen Mann und meine Tochter. Ich ging 400 km weit weg zu dem anderen Mann…

Ja ich habe mein Kind verlassen,für mich,für ein glückliches Leben. Das ist mittlerweile 3 jahre her. Mein kleines Mädchen wird 5,der Papa und ich sind beste Freunde,selbst die Männer untereinander verstehen sich super,mein Ex Mann macht bei uns Urlaub,ich kann meine Tochter sehen wann immer ich möchte,wir entscheiden Dinge gemeinsam.

Meine Tochter ist glücklich,die Haut hat sich in den 3 Jahren wahnsinnig gut entwickelt.

Ich habe viel und oft geweint und gezweifelt. Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen. In ein paar Tagen wird mein kleines Mädchen eine große Schwester werden.

Ja die Raben Mutter die ihr Kind verließ ist wieder schwanger.

Aber wisst ihr … Wir haben eine Bindung zueinander… Sie weiß wer Mama ist und das ich da bin wenn sie mich braucht. Heute 3 jahre später kann ich sagen: „Wir haben es so gelöst das es am Besten für unser Kind ist. Wir haben zum Wohle des Kindes gehandelt.“

Ich weiß das es viele nicht verstehen und nie verstehen werden.

Das ist ok,das verlange ich auch gar nicht.

Ich möchte nur das ihr in Zukunft vielleicht 1 Minute innehaltet,bevor ihr gleich ein Urteil fällt.

P.S. Der Vater meiner Tochter ist für unsere Tochter der beste Vater auf der Welt. Ich bin ihm jeden einzelnen Tag dankbar das er mich am Leben Teil haben lässt und wir so gut miteinander auskommen. Und natürlich war nicht ALLES schlecht in der Beziehung…

„Wenn du nicht gegangen wärst,hätte ich dich nie verlassen,hätte wohl nie gewusst was es heißt frei und glücklich zu sein“

Nachtrag vom 13.01.2019:

Mittlerweile wird mein großes Mädchen bald 7 und geht in die Schule, der Kontakt besteht nach wie vor sehr eng und wir leben und lieben unser Patchwork. Mein neuer Mann und ich sind nach wie vor sehr glücklich und unser kleines Mädchen bereitet uns viel Freude. Ich habe beruflich endlich Fuß gefasst und bin „angekommen“.
Ich wünsche nach wie vor niemanden, keinem Elternteil, sich zum Wohle des Kindes so entscheiden zu müssen.

Und ja auch wenn es für einige komisch klingt : es war und ist die beste Entscheidung gewesen. ❤

29 Kommentare

  1. Dieser Beitrag ist schon älter und ich habe überlegt, ob es überhaupt noch dazu kommt, dass du diese Zeilen lesen wirst. Dennoch habe ich das starke Bedürfnis, dir ein paar Zeilen dazu zu sagen. Zunächst einmal finde ich das Wort Egoismus sehr hart gewählt und ich denke keiner von uns kennt dich, sich darüber ein Urteil bilden zu können und zu dürfen. Die Beziehung zu deinem früheren Mann stand anscheinend von Anfang an unter keinem guten Stern und dann die Herausforderung vor der ihr auf einmal gestanden habt….
    Deine Entscheidung, dich aus dieser für dich unglücklich Beziehung herauszuziehen war richtig. So wie du sagst, hätte sich dieses Zusammenleben früher oder später negativ ausgewirkt. Ich denke du hast vor der größten Entscheidung, die eine Mutter betreffen kann gestanden. Was für mich fraglich ist, ob es 400km sein müssen, auch wenn dort der Mann deiner Träume sitzt. Ich weiß dass dies wertend ist, aber ganz ohne geht es leider nicht. Wenn es der Mann deines Lebens ist und du die Frau seines Leben, hätte es nicht eine weniger große Distanz geben könne? Hat es deinem jetzigen Mann nicht das Herz gebrochen, eine Mutter seinem Kind soweit zu entziehen? Wie lebt ihr damit? Patchwork ist okay, nicht falsch verstehen. Es war richtig dass auch du dein Glück findest. Nur ist die Distanz echt weit. Auch wenn es jetzt so aussieht, dass deine Tochter damit super klar kommt und weiß dass du sie liebst, sind es dennoch die kleinen Momente an denen es wichtig ist, da zu sein. Am Abend wenn kleine Kullertränen über die Bäckchen laufen, weil ihre Freundin heute mal in der Kita mit einem anderen Kind gespielt hat, weil einfach alles gerade doof ist und sie einfach eine liebende Umarmung braucht. Von diesen Situationen gibt es einige und diese Situation formen und stärken eine Mutter-Kind-Beziehung. Ich denke dass ihr einen Weg gefunden habt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du nicht der Fels in Brandung für sie sein wirst. Und auch ich denke dass die Frage kommen wird „Mama, warum bist du soweit weggegangen?“ und dieser wird begleitet sein mit einem Gefühl von starker Traurigkeit. Was ich damit sagen möchte ist, dass dies Spuren hinterlassen hat, weil du bei den kleinen alltäglichen aber für sie enorm wichtigen Dingen nicht da sein kannst. Du sollst nicht zu deinem Ex-Mann zurück, aber vielleicht schafft ihr es näher zusammen zu kommen (örtlich). Ich wünsche euch alles Gute!

  2. Selten so viel Schwachsinn gelesen wie hier in den Kommentaren!
    Liebe Verfasserin! Ich bewundere deinen Mut!
    Ich wollte nie Kinder haben, habe mich dann doch von meinem Umfeld dazu überreden lassen. Ehrlich! Ich bereue meine Entscheidung.

  3. An alle die hier zualler erst einmal urteilen.
    Liebe bedeutet nicht jemanden um jeden Preis bei sich zu haben, sondern die Interressen des anderen vor die eigenen zu stellen.

    So wie ich das sehe wurde genau dies hier gemacht zumindest soweit wie möglich.

    Ich denke kaum dass ein kind in einem unglücklichen Haushalt auf Dauer glücklich sein kann.

    Übrigens verstehe ich das ganze nicht so dass du deine Tochter verlassen hast. Du bist nach wie vor für sie da. Würdest wahrscheinlich sogar um sie Kämpfen wenn dies in ihrem Interesse. Du hast lediglich deinen Wunsch ( der wie ich verstehe durchaus da gewesen wäre) sie imme bei dir zu haben, hinter ihre essenziellen Bedürfnisse gestellt. Dich dazu entschieden jediglich eine der bezugspersonen aus ihrem alltag zu entfernen.
    Was wäre die alternative gewesen? Streit vermutlich jahrelang andauernder Konflikt und der Verlust von allem das ihr vertraut war.

    Ich würde dies nie als verlassen interpretieren auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick danach aussieht.

  4. Für nichts und niemandem auf dieser Welt würde ich mein Kind zurück lassen. Wenn ich als Mutter gehen würde, dann niemals alleine. Egal was der Kindsvater in Bewegung setzen würde, ich würde zur Löwin werden. Es gibt kein tieferes und festeres Band als zwischen Mutter und Kind. Wenn ich an meine eigene Mutter denke und mir vorstelle ich hätte sie nicht an meiner Seite gehabt…das wäre schrecklich gewesen. Du willst nicht verurteilt werden? Und vielleicht bestätigen dich hier auch einige aber meiner Meinung nach bist du extrem egoistisch und hast das Prinzip Liebe nicht verstanden. Nicht das du den Mann verlassen hast (der ja scheinbar doch fähig war im guten auseinander zu gehen) sondern dein Kind!

  5. Ich glaube,dass Kinder soetwas nicht verstehen können, auch wenn es jetzt scheint als wäre es das Beste für alle Beteiligten, wird sich deine Tochter später Mal fragen warum du sie verlassen hast und ob es ihre Schuld war,… Das Ausmaß dieser Entscheidung begreift ein Kind erst später… und ja Männer machen das alltäglich, klar… Da es bei Männern so oft passiert ist es gesellschaftlich akzeptiert… und auch Kinder akzeptieren das so. Uns Frauen wird hingegen die mütterliche Liebe, die allem trotzt zugeschrieben. Diese Liebe , diese Sicherheit bleibt deiner Tochter verwehrt. Klar kann ihr das auch der Vater geben, aber sie wird sich immer fragen warum du es nicht konntest, du bist doch ihre Mutter….

  6. Hallo!

    Tja… Was für ein Wirbel hier… Und um was? Um nichts! Denn es war deine Entscheidung die letztendlich einen guten Ausgang hatte! Wenn sie manche nicht nachvollziehen können, niemals den Mut dazu hätten oder sonst was… So what?! Du bist nicht sie, sondern du. Glücklich und zufrieden als Mutter, Frau und Freundin. Was in dem Kind vorging kann auch keiner nachvollziehen, denn keiner kennt es, kennt euch. Trennungen können durchaus positive Entwicklungen für alle, auch für die Kinder, nach sich ziehen. Negatives kann durch entsprechende Maßnahmen kompensiert werden. Ich denke das habt ihr getan, denn sonst wäre der Outcome anders. 🙂

    Ich habe auch mein Kind verlassen, 800km Distanz. Er war damals 3. Zwei seiner Lebensjahre habe ich Vollzeit gearbeitet und ihn, wenn über haupt nur ca 1,5h am Tag gesehen. Er ist bei seinem Vater (selbstständig von zu Hause aus), seiner Hauptbezugsperson, und in seinem gewohnten Umfeld geblieben. An unserer gemeinsamen Zeit hat sich fast nichts verändert… Ausser das sie nun intensiever ist.
    Mein Job ist anspruchsvoll, zeitintensiv und bringt viel Verantwortung mit sich… Und ich gehe ihm ebenso gerne nach, wie ich Wochenendmama seit fast Anfang an bin.
    Übrigens Rabenmutter bin ich definitiv keine… gestillt habe ich bis kurz vor seinem dritten Geburtstag und einen Kinderwagen kennt er bis heute nicht wirklich, die Bindung ist und war immer sehr eng, denn letztendlich entscheidet die Qualität der verbrachten Zeit, nicht die Quantität.
    Erziehung, Ernährung, Bildung etc sind wichtige Faktoren für sein Wohlergehen und an den Entscheidungen habe ich nach wie vor volles Mitspracherecht.

    Die Entscheidung fiel, weil jedem Elternpaar (ACHTUNG! nicht Liebespaar) bewusst sein sollte das unser eigenes, strahlendes Glück als Vorbild und Leuchtturm für unsere Kinder dient… Ebenso wirft Unglück, egal wie gut verborgen, einen dunklen Schatten auf die kleinen weißen Seelen unserer Kinder, der dann ein lebenslang dort bleibt. Die Antennen der Kleinen sind fein und immer gespitzt.

    Trefft die Entscheidungen mit denen IHR leben könnt und nicht wegen Druck aus dem Umfeld, dem Glauben, den „Normen“.
    Seid Vorbild und Leuchtturm und bestärkt eure Kinder auf ihrer Reise durch ein erfülltes und glückliches Leben.

  7. Niemals, niemals, niemals würde ich mein Kind verlassen. Wegen nichts!!! Ich liebe meine Tochter mehr als alles andere, mehr als meinen Mann, mehr als meine Familie, mehr als mich!! Und das bedeutet, dass ich sie jeden Tag bei mir haben will und jeden Tag für sie da sein will (persönlich).

    Sowas kann ich absolut nicht nachvollziehen und finde es sehr traurig!

    (Und der Grund mit der Haut ist ja wohl völliger Quatsch… wenn das stressbedingt ist hätte ja auch die Trennung von Mama Stress bedeutet)

    Echt traurig dass es Mütter gibt die ihr Partner-Liebesglück über das Mutter-Kind-Liebesglück stellen

  8. Ich bewundere deine Entscheidung! Ich weiß, dass ich das nicht könnte, meine kleine Mädchen zu verlassen, aber ich stand auch schon vor dieser Entscheidung.
    Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn dein kleines Ganz und Alles plötzlich sehr streng sagt:“ Du muss sich für die Familie opfern!“ Aber du spürst, dass es falsch wäre, zu bleiben. Auch für deine kleine Mädchen, sich für die Familie zu opfern, wäre falsch. Was lernen die Kinder daraus? Eigenes Glück ist unwichtig, das Einzige, was zählt, die anderen glücklich zu machen.
    Wir wünschen alle unseren Kindern Glück: jetzt und später! Und damit sie später auch ihre Wünsche erkennen können, sind wir denen verpflichtet, heute für sie glücklich zu sein! Ihr habt eine intakte Beziehung, das zählt! Es gibt sehr viele Mütter, die eigenes Glück für die Kinder opfern und später werfen das den Kindern vor und erwarten von Kindern, dass diese das selbe für sie machen. Die Kinder brauchen Liebe und Gewissheit, dass wir für sie da sind! Das ist falsch zu denken, dass sie uns 24 Stunden pro Tag brauchen.
    Sei glücklich und immer ehrlich zu dir selbst!

  9. Als ich mit knapp 21 das 1. Mal Mutter wurde, ging es mir ähnlich, ich war noch nicht lange mit dem Kindsvater zusammen und wir hatten uns nach der Geburt unserer Tochter nicht mehr viel zu sagen. Ich war unglücklich und hielt es nicht mehr aus mit ihm, habe ihn verlassen. Meine Tochter hab ich mitgenommen, ich hätte nicht ohne sie sein wollen und können. Meine Tochter sagt oft, ich war der einzige Mensch in ihrem Leben, der immer für sie da war, immer hinter ihr stand und daran hat und wird sich nichts ändern. Ich bin sehr glücklich und dankbar über unser schönes und starkes Band. Mit dem Papa hatte sie immer Kontakt und regelmäßig Wochenenden bei ihm verbracht, aber richtig verstanden haben sich die beiden nie. Er hatte immer etwas auszusetzen an ihr, wie damals auch schon an mir. Das war für uns beide sehr belastend. Erst seit meine Tochter erwachsen ist, verstehen sich die beiden gut. Jedoch das Band, das sie zu mir hat, wird sie zu ihm nie haben. Aber ich denke es ist immer alles gut, so wie ist! Du hast richtig gehandelt, weil es sich für dich richtig anfühlte und anfühlt. Deine Tochter hat ein gutes und schönes Leben bei ihrem Papa und wsl hat sie dieses Band zu ihm. Heute bin ich über 40 und hab nochmal einen kleinen Sohn bekommen. Diesmal bin ich mit dem Partner glücklich und wir haben es schön. Heute weiß ich allerdings auch, dass ich damals gar nicht beziehungsfähig war. Kein Partner hätte mich langfristig glücklich machen können, ganz einfach, weil ich noch nicht angekommen war. Damals wusste ich noch nicht, dass man sich nur selbst glücklich machen kann und nicht jemand anders für sein eigenes Glück zuständig war. Nur hätte ich diese Erkenntnis vielleicht nie erlangt, wenn ich beim ersten Kindsvater geblieben wäre. Denn dann hätte ich nicht diese Entwicklungen gemacht, zu dem Menschen, der ich heute bin. Egal was andere sagen oder denken, es ist dein Weg und deshalb kann er nur richtig sein. Und so lange du niemanden schadest, braucht sich auch keiner einmischen. Deine Tochter ist dir dankbar für diese klaren Verhältnisse und euer Band ist wunderbar! Du hast sie nicht verloren, im Gegenteil! Du bist eine gute Mutter, denn eure gemeinsame Zeit hat Qualität. Bestrafe dich nicht selbst in dem du dich auf den Pranger stellst. Mach dich unabhängig und frei von den Meinungen anderer und genieße dein Leben. Alles Liebe

  10. Hallo,
    ich bin sehr traurig über den ganzen Gegenwind. Das ist ja so frech. Kehrt gefälligst vor euren eigenen Tür! Will gar nicht wissen, was bei euch im Kopf nicjt stimmt.
    Heute ist vieles anders als früher. Auch und gerade in den Familien. Deshalb war früher aber nicht alles besser!
    Ich bin selbst Mutter und verheiratet. In jeder Ehe gibt es natürlich Höhen und Tiefen. Aber das Problem in den meisten Ehen sind Erwartungen. An sich selbst, an den Partner, sogar an die Kinder. Eigene – aber schlimmer sind die von Außen. Ich habe damals mein Haus und meinen Freund verlassen, weil es das richtige war. Damals noch ohne Kind. Wir haben es beide gemerkt, aber keiner traute sich, den Schritt der Trennung zu gehen. Unter anderem wollte mein Freund mich nicht vor die Tür setzen, weil ich selbst Scheidungskind bin und er mich nicht verletzen wollte. Wir haben uns letztlich im Guten getrennt. Heute ist er Zwillingsvater und auf Wunsch meines Mannes auch einer der Patenonkel für unseren Sohn. Das hatte niemand erwartet. War uns egal. Unsere Familie – unsere Entscheidung! Wichtig ist für mich, dass ich ehrlich zu mir selbst als Frau und zu meinem Kind bin. Ein Kind spürt so viel. Vor allem, wenn die Eltern was vorspielen, das nicht passt. Belügt eure Kinder nicht. Seid ehrlich! So stärkt ihr das Selbstbewusstsein! Nicht mit Lügen und Schauspielerei! Auch ich leide seid Kindertagen an Neurodermitis. Das kann bekanntlich viele Ursachen haben. Stress gehört dazu. Das Kind (in deinem Fall die Tochter) kennt die Wahrheit über euch Eltern und wird wollen, dass ihr glücklich seid. Das wollen Scheidungskinder nämlich. Sofern man mit ihnen darüber spricht und ihnen klarmacht, dass es jetzt einfach so ist. Ich war schon 10, als meine Eltern sich getrennt haben. Wohlgemerkt haben sie sich nie gestritten in meinem Beisein und mir weißgemacht, es wäre alles gut. Dann kam das große BUMM. Aus die Maus. Ich muss mit Mama mit zu ihrem Freund. Raus aus Umfeld und Schule. Zwar „nur“ einige Städte entfernt. Trotzdem fand ich es schrecklich und bin nach ca. 18 Monaten und Kampf mit meiner Mama, die mich ja nicht zurücklassen wollte, zu meinem Vater und seiner Familie zurückgezogen. Hätte ich diesen Schritt nicht gemacht, wäre ich heute nicht verheiratet. Ich hatte mir damals geschworen, meinem Kind niemals eine Trennung antun zu wollen. Doch ich habe darüber nachgedacht und meine Meinung geändert. Ich habe es selbst nur zu einem geringen Teil in der Hand, dass es in meiner Ehe gut läuft. Auf alles andere muss man sich einlassen. Es kann gut gehen. Aber eine Garantie gibt es nicht. Wichtig ist, zu erkennen (wie man mir letztes Jahr in der Mutter-Kind-Kur sagte), dass man nicht dafür gemacht wurde, andere glücklich zu machen oder Erwartungen zu erfüllen. Auch nicht die meines Kindes. Es mag (komische) andere Meinungen geben, aber ich kann dich, liebe Verfasserin, sehr gut verstehen. Niemand von den „Bewerterinnen“ hier steckte weder in der Haut, noch in der Situation wie Du. Und du musst nur dich allein glücklich machen. Du hast schwere Entscheidungen auf dich genommen, was muss das für eine heftige Zeit gewesen sein?! Deine Tochter wird hoffentlich eines Tages erkennen, wie mutig ihre Mama war und wird selbst daraus lernen und ihr Leben mutig meistern. Das ist eine tolle Geschichte von dir. Ich bin sehr dankbar, dass ich drauf gestoßen bin. So mutig, entgegen dem Wind der Gesellschaft und teilweise vollpfostigen Weibsbildern, die was Besseres sind, weil sie sich völlig aufgeben, muss man erstmal sein. Mein vollster Respekt für deine Leistung! Verantwortung zu übernehmen heißt nicht immer nur – zu bleiben!

    Bleib dir selbst treu, mach dich glücklich und hab weiterhin viel Spaß mit deiner tollen Familie!
    Herzliche Grüße, Sarah A. aus Bünde

  11. Vielen Dank für diesen Beitrag. Vor allem weil er so viele widersprüchliche Gefühle weckt. Für mich persönlich wäre es nicht möglich, glücklich zu sein, wenn mein Kind 400 km weit weg ist und ich trotz dem regelmäßigen und engen Kontakt doch so viel im Leben meiner Tochter verpasse. Du bist nicht da, wenn sie weint. Du kannst sie nicht umarmen oder ihr einen Gute Nacht Kuss geben. Ich respektiere deine Entscheidung, versuche mich in deine Lage zu versetzten. Ich stelle aber trotzdem fest, dass ich es nie könnte. Wahrscheinlich, weil ich niemals einen Mann mehr lieben könnte als meine Kinder. Ich finde es schade, dass ihr keine andere Lösung gefunden habt. Schließlich könnte auch dein jetziger Mann zu euch in die Stadt ziehen. Ich wünsche dir trotzdem alles Gute und hoffe, dass deine Tochter diese Entscheidung verstehen wird und du selber diese nie bereust.

  12. Ahm deine Tochter war in einem Alter wo man die Mama am meisten braucht! Da gibts nicht Gleichberechtigung und so ein Schwachsinn. Bei der Mama war sie im Bauch usw usf. Auch ich muss mich meinen Vorrednern anschließen: „Das kann man nicht schön reden!“ Das ist Fakt.. Du hast sie für dein Wohl im Stich gelassen. Und ich denke deswegen hast du den Beitrag „verschönert“ und mit viel Rechtfertigung verfasst.. weil du es weißt! Das JETZT alles wunderbar ist natürlich schön. Wie es in ihrer kleinen Seele wohl ausgesehen hat bringt zum Nachdenken. Wenn sie älter wird werden noch viele Fragen kommen um das zu begreifen.

  13. Liebe Verfasserin,
    durch Zufall bin ich auf diesen Beitrag gestoßen.
    Er hat mich sehr berührt.
    Aus Liebe ein Kind zurück zu lassen, ist keinesfalls eine egoistische oder gar leichte Entscheidung.
    Ich selbst habe täglich damit zu kämpfen. Leider mit dem Zusatz, dass es niemals ein gutes Verhältnis zum Vater der Kinder geben wird. Er hat mich quasi völlig aus dem Leben meiner Kinder gelöscht. Noch sehe ich sie alle 14 Tage und in den Ferien…aber ich spüre, dass es jeden Tag vorbei sein kann.
    Ich liebe sie über alles. Nicht nur die Gesellschaft, sondern vor allem er, behaupten das Gegenteil.
    Jeder sagt mir, ich soll um sie kämpfen. Aber wenn ich das tue, leiden sie über alle Maßen. Ihr Papa sorgt dafür, dass sie schreien und weinen wenn sie zu mir sollen.
    Ist es wirklich Liebe, wenn ich sie auf dieser Grundlage zwinge bei mir zu sein?
    Nein! Das wäre der viel beschriebene Egoismus, den man Dir vorwirft.
    Ich habe mir meinen Kindern gegenüber nur vorzuwerfen, dass ich ihren Vater verlassen habe.
    Man hat mir prophezeit, dass ich sie verlieren würde wenn ich ihn verlasse. Ich wollte nicht hören/nicht glauben.
    Alle sind schnell dabei zu sagen, dass man sein Recht als Mutter einklagen soll.
    Ich frage mich, ob sie jemals ein schreiendes, um sich tretendes Kind ins Auto gesetzt bekommen haben, dass nicht mitkommen wollte?
    Ich war zu schwach um das zu ertragen. Es hat sich in mein Hirn eingebrannt, obwohl es schon beinahe zwei Jahre her ist als es geschah.
    Bei jedem „ich hab Dich lieb Mama“ von meiner Tochter, höre ich sie wieder schreien, so paradox das klingen mag.
    Ich streichle sie und schnuppere an ihrem Haar, wenn ich es kämme und höre die Worte ihres Vaters
    „Sie kann ja nicht anders als Dich zu lieben, schließlich bist Du ihre Mutter“
    Er sagt es abfällig, angewidert. Und das ist es was meine Kinder lernen, dass ihre Mutter und ihr Leben nichts wert ist.
    So müssen sie aufwachsen. Und ich kann nichts dagegen tun, außer mich von ihnen fern zu halten, jede Sekunde mit ihnen zu genießen, solange ich noch kann, und ihren Vater immer wieder um Erlaubnis bitten, ob ich sie sehen darf.
    Kämpfen? Um was?
    Darum dass sie immer mehr verstört werden, weil sich ihr Vater vielleicht an irgendwelche Auflagen vom Gericht halten muss?
    Dafür, dass ich es dann doch nicht fertig bringe sie mitzunehmen wenn sie weinen?
    Wenn das alles Egoismus ist…ja, dann bin ich egoistisch.
    Ich wünsche Dir alles, alles Gute dieser Welt.
    Ich bewundere Dich dafür, dass Du Dich getraut hast, ein weiteres Kind zu bekommen.
    Ich hätte Angst gehabt, auch dieses zu verlieren…

  14. Es ist nicht traurig zu lesen, dass eine Mutter ihren eigenen Weg gegangen ist. Es ist traurig zu lesen, mit welcher Engstirnigkeit Menschen über andere Urteilen. Wieviel Liebe diese Frau für ihr Kind empfindet, ist ganz klar zu erkennen und es ist ihr sicherlich nicht leichtgefallen zu gehen. Es war aber wohl die beste Entscheidung, den jetzt haben alle ihren Platz gefunden und es scheint auch zu passen. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, bei Menschen hinzuhören, die seit Jahren glücklich sind und bei denen immer alles super ist. Egal welches Leben ich lebe, es ist doch immer geprägt von Höhen und Tiefen. Es gibt immer Ausnahmen, aber im Normalfall ist doch eine langjährige Liebe und Familie geprägt von guten und schlechten Zeiten. Jeder muss seinen Weg gehen und für sich schauen, was das Beste ist. Wir sollten endlich aufhören zu verurteilen und beginnen zu versuchen die Menschen zu verstehen. Es wird hier oft geschrieben, ich lese nur „ich, ich, ich“. Bei den Antworten lese ich das aber auch! Einer meiner Lieblingssprüche lautet: „Wer Andere klein hält, kann selber nicht wachsen!“. In diesen Sinne: „Wer Andere verurteilt…….

  15. Ich bin zutiefst schockiert!
    Einerseits über soviel Ehrlichkeit und andererseits über soviel Kreativität (beim Ausreden erfinden)… Das meine ich weder positiv noch negativ. Deine Entscheidung versuchst du scheinbar, mit vielen Gründen, zu rechtfertigen. Es steht mir nicht zu, über dich zu urteilen-nichts läge mir ferner! Ich versuche mich in deine Situation hineinzudenken-kann ich nicht. Kann niemand, der nicht das gleiche erlebt hat. Deshalb kann man (meiner Meinung nach) diesen Beitrag nur Anhand der Fakten beurteilen… Darf man denke ich auch, wenn er schon öffentlich zugänglich ist.

    Du hast dein Kind verlassen und zwar weil dir dein Seelenheil wichtiger war/ist, als das deines Kindes.

    Bei dieser Tatsache gibt es kein „Schönreden“. Das ist Fakt.

    Viele Männer tun das auch und werden dadurch als „Rabenväter“ dargestellt. Sie müssen damit umgehen, dass sie dafür verurteilt werden.
    Also lerne du das auch!

    Es gibt keine „guten Gründe“ sein Kind zu verlassen! Es gibt kein „so ist es für alle besser“!
    Das einzige, was es leider gibt ist:“Du hast dein Kind verlassen, weil dir deine Bedürfnisse wichtiger waren!“

    In diesem Sinne, alles Gute beim Akzeptieren!

  16. Für mich sticht das „Ich“ auch viel zu sehr hervor 🙁 und das sogar teilweise großgeschrieben..?!
    Neulich sah ich eine Oma, die ihr Kind von der Schule oder Kindergarten abgeholt hat. Das Kind weinte bitterlich und wollte weg, die Oma war hilflos und ich hörte nur „Mama ist nicht da und Papa muss arbeiten“… wie soll ein Kind das verstehen?
    Ich denke, mit der Entscheidung ein Kind auszutragen muss Frau auch beim Kind bleiben!
    Die Mutter ist die wichtigste Person im Leben eines Kindes, da kann man naturgemäß leider nicht von Gleichberechtigung sprechen, damit hat das nichts zu tun.
    Traurige Geschichte….

  17. Sehr mutige Entscheidung! Ich könnte es zwar nicht, aber Ich finde es absolut okay, dass das Kind beim Papa bleibt. Papa ist genauso Elternteil wie Mama! Außerdem hast du ja guten, engen Kontakt und eine gute Bindung zu deiner Tochter wie du es beschreibst. Du hast sie nicht verlassen und bist einfach verschwunden und wenn sie so weiter aufwächst mit dir und ihrem Papa, wird sie sich auch nie verlassen fühlen.

  18. Ich muss schlucken!Bin seit 25 Jahren verheiratet und glücklich mit diesem Mann,mit dem ich 3 wundervolle Kinder habe!10,13 und 20 Jahre alt.Im Juni werde ich dank meiner Ältesten Oma!Musste erstmal schlucken,weil mein“Baby“ nocv so jung ist,aber freue mich wie verrückt!Ich freue mich,das ihr anscheinend mit der Situation Alle zufrieden seid,kann Dich aber trotzdem nicht verstehen.Ich liebe meinen Mann über Alles,aber wenn ich mich zwischen ihm oder einem meiner Kinder entscheiden müsste,hätten immer die Kinder Vorrang und das würde er auch verstehen und akzeptieren!Er würde mir nie Eins meiner Kinder wegnehmen.Wenn eine Mutter ihr Kind zurücklässt,wären für mich nur gesundheitliche Probleme eine Entschuldigung.Eine neue Partnerschaft mit neuem Baby käme für mich nicht in Frage.Entweder man nimmt das Kind mit in die neue Beziehung oder ist nicht so egoistisch und geht eine. Neue ein

  19. Wie dumm muss frau sein, eine Geschlechtsgenossin für ein Verhalten zu verurteilen, das sie bei Männern als vollkommen normal empfinden würde?
    Es graust mich, zu erkennen, wie weit wir noch von der Gleichberechtigung entfernt sind!

  20. Ist es nicht egoistisch das Kind rauszureißen? In der neuen Heimat hätte ich ihr NIX bieten können: keinen Kindergartenplatz,kein soziales,enges Gefüge,… nix. Ich hab mich KOMPLETT ausgeklammert und nur das wohl meines Kindes gesehen. Und ihr ging und geht es beim Papa blendend. 🙂
    Mein Mann liebt sie und mittlerweile sagt meine Tochter:“ ich habe einen Papa,bei dem ich wohne und einen papsi bei der Mama.“

    Ich denke allmählich begreift und versteht sie es. „Früher hat Mama viel geweint,damals bei Papa. Heute bei papsi kann Mama wieder lachen.“

    Ich verstehe euch und auch die Aussagen:“ich könnte das nie.“ Seit einfach froh das ihr nie so eine Entscheidung treffen müsst. Ich musste es und ich lebe damit.

    Natürlich liebe ich mein Kind und natürlich besitze ich muttergefühle. Aber mittlerweile denke ich oft das Mütter ziemlich egoistisch handeln und denken,gerade in trennungssituationen.

  21. Hallo! Erstmal mutiger Beitrag!
    Es gibt immer zwei Seiten und du hast auf jeden Fall gute Argumente! Dennoch DU bist die Mutter. Wenn du die Beziehung zu deinem Mann nicht mehr willst, ist das völlig ok, aber dein kleines Mädchen allein zu lassen, auch wenn sie es bei seinem Papa gut hat, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Hast du keine Muttergefühle? Oder wolltest du dir mit deinem neuen Partner eine neue Familie aufbauen ohne jeglichen „alten Ballast?“ oder hatte dein Partner wohlmöglich etwas gegen deine Tochter? Dass dein Exmann sagt, er hätte dir deine Tochter nie freiwillig gegeben, spricht einfach nur für verletzten Stolz. Als Mutter kämpft man doch trotzdem um seine Tochter!? Für mich sind das keine stichfesten Argumente. Du konntest dich ja scheinbar vorher auch gut um deine Tochter kümmern. In deinem Artikel geht es fast ausschließlich um die Beziehung von Exmann und neuem Partner. Das hat doch nichts mit dem Kind zu tun. Und was ist wenn du dich jetzt wieder verliebst, verlässt du dann deinen neuen Partner und deine Tochtet auch wieder? Sorry ich will dich absolut nicht verletzen, aber du hast es ja noch nichtmal versucht deine Tochter mitzunehmen. Das Thema Stress und Neurodermitis ja meinst du denn nicht, dass das Kind auch Stress hatte, dass du plötzlich nicht mehr da warst!? Und dann auch noch soooo weit weg zu ziehen und nicht deinem Kind zuliebe erstmal in der Nähe zu bleiben, damit du sie regelmäßig sehen kannst, gerade am Anfang. Sie braucht dich doch. Dann hättest du und dein Partner halt erstmal eine Fernbeziehung führen müssen oder er hätte zu dir ziehen sollen. Schließlich hast du eine kleine Tochter. Für mich klingt es alles sehr egoistisch. Tut mir leid.

  22. Ich kann das zum Glück nicht nachvollziehen. Wie kann die Liebe zu einem Mann stärker sein als zum eigenen Kind?! Zieh aus und verlasse dein Mann, aber niemals das Kind!

  23. Hallo,
    Ich finde es sehr mutig von Dir und haben den größten Respekt davor, so einen Schritt zu tun.
    Kritisieren und ein Urteil erlauben darf keiner von uns, da wir nicht in deiner Situation sind/waren und auch nicht aus deiner Perspektive das Geschehene wahrnehmen können.
    Das folgende ist also weder „hate“ , noch irgendwelche Kritik. Einfach nur eine Äußerung/Überlegung meinerseits.

    Ich denke, dass deine große Tochter sich später fragen wird, warum du sie „verlassen“ hast und so bei Papa ohne dich leben muss und die kleine Schwester Mama und Papa hat.

  24. Ich finde, jedes Kind hat ein Recht auf Vater und Mutter. Es gibt nichts schlimmers, als Kinder zum Spielball der eigenen Emotionen zu machen. Kinder leiden bei einer Schlammschlacht-Trennung, sie leiden aber auch in einer unglücklichen „Zwangs-Beziehung“ der Eltern.
    Ihr hab eine Lösung gefunden, mit der alle Beiteilgen gut leben können und niemand zu leiden scheint. Wo also ist das Problem???
    Ihr habt bewiesen, dass Ihr wie verantwortungsbewusste Erwachsene handelt! Das Ergebnis spricht doch für sich – Chapeau für diesen mutigen und ehrlichen Weg.
    Verspielte Grüßle,
    Simone

  25. Als ich die Überschrift las, dachte ich: Oh mein Gott.
    Nicht, weil ich deine Entscheidung verurteil, sondern weil ich niemals so stark und mutig wäre, diesen Entschluss zu fassen und meine Töchter zurück zu lassen.
    Ich kann deine Entscheidung verstehen diesen Schritt gemacht zu haben und ziehe meinen Hut vor dir.
    Ich kenne genügend Frauen (ob Mütter oder nicht), die die Meinung vertreten, dass eine Mutter nur noch mit ihrem Kind existiert und als Individuum quasi erlischt.
    Du wirst bestimmt viel Gegenwind für die Entscheidung bekommen haben.

  26. Interessant dass gerade urteilende Kommentare anonym verfasst werden. Das kenne ich selber nur zu gut.
    Wenn man so von seiner Meinung überzeugt ist, warum muss man sich dann hinter den Möglichkeiten der Anonymität im Netz verstecken?

    Ich bin vier-fach Mama und komme oft mit meinen besonderen Kindern an meine Grenzen. Auch wenn ich manchmal denke, ich würde am liebsten ganz weit weg laufen…. ich würde es nie tun weil ich Mann und Kinder zu sehr liebe.

    Aber hier geht es doch um etwas komplett anderes. Hier geht es nicht um mangelnde Liebe oder Egoismus. Was bringt es einem Kind, wenn Mama zwar beim Papa bleibt, dafür aber kreuzunglücklich ist? Das spürt das Kind doch (und bezieht es möglicherweise noch auf sich!!).

    Ja, normalerweise ist es der Vater, der ‚geht‘, bzw es ist die Mutter, die bei einer Trennung die Kinder großzieht. Aber sind wie in der heutigen Zeit nicht weiter als uns ans Rollendenken zu klammern? Ist es nicht viel besser zu überlegen, wo es dem Kind besser gehen wird, wo es mehr familiäre Anbindung haben wird etc, als automatisch das Kind zu sich zu nehmen statt es beim Papa zu lassen?

    Es ist doch ersichtlich, dass diese Mutter ihr Kind liebt und vermisst und, vor allem, regelmäßigen und engen Kontakt zu ihrer Tochter hat. Und diese Tochter hat außerdem das Glück einen tollen Papa zu haben. Und dazu noch das besondere Glück, dass sich die Eltern super verstehen.

    Ganz ehrlich: wie viele Scheidungskinder haben so ein Glück?!

  27. Es ist für unsere Realität nicht so vorgesehen, ja aber für mich hört sich das nach der besten Lösung an. Und gerade Neurodermitiskinder deren Haut sich positiv entwickelt zeigt doch so klar das es richtig war. Die Schmerzen, zu gehen stelle ich mir unerträglich vor. Ich bin auch ein Scheidungen und, als Erwachsene sehe ich viele Dinge anders gerade im Bezug auf mutterliebe, Familienleben. Mein Leitsatz ist: jeder gibt in jeder Sekunde sein bestes! Wieso, weshalb, warum? Manchmal muss man Dinge einfach annehmen. Dem kleinen Mädchen etwas vormachen,fänd ich schrecklich und führt zu einer Störung ein Leben lang, wenn es über Beziehungen nachdenkt. Immer dieser hate und dann noch Anonym….wohl ziemlich festgelegt! Alles gute

  28. Wenn das Mädchen älter wird und alles realisieren kann, wird es ihr das Herz brechen. Spätestens wenn sie selber Kinder hat. Sehr traurig wie egoistisch einige Menschen sein können.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.