Heute gibt es endlich wieder ein Update zum kleinen Löwenjungen. Die letzten 4 Wochen waren wirklich turbulent und mit Höhen und Tiefen verbunden. Aber nun ist unser Kleiner endlich zu Hause, nach 3 langen Wochen Krankenhaus durfte er endlich nach Hause. Zwar anders als geplant, denn Leo durfte nur mit Überwachungsmonitor nach Hause. Diesen brauch er, weil er leider immer noch 1-2 Alarme am Tag hat, denn der kleine Löwe vergisst ab und an mal das atmen. Dies ist bei Frühchen öfter der Fall, denn normalerweise müsste er dies ja noch gar nicht tun. Eigentlich wäre er ja noch 2 Wochen im Bauch, die 6 Wochen die er zu früh kam, merkt man dann leider doch ab und zu noch. Deshalb haben wir zur Sicherheit den Monitor zu Hause. Obwohl seine Aussetzer noch nie so schlimm waren, dass man irgendwas unternehmen müsste. Denn bis ich am Bett stehe wenn der Monitor piept ist schon alles wieder gut. Ich hatte wirklich etwas Respekt ihn mit Monitor mit nach Hause zu nehmen. Denn ich hatte Angst mich total verrückt zu machen, ständig auf den Monitor zu starren und irgendwie eher nervös als beruhigt zu sein. Aber das Gegenteil ist der Fall, ich kann nachts wirklich entspannt schlafen, da ich weiß das der Monitor sofort Alarm schlagen würde wenn etwas nicht passt. Vor der Entlassung hatten wir auch noch ein Reanimationstraining welches mir auch nochmal Sicherheit gab, im Notfall richtig handeln zu können. Natürlich hofft man immer das dieser Notfall nie eintritt,aber so haben wir nun auch die Gewissheit richtig vorbereitet zu sein. Ich bin wirklich entspannt und nach 7 Tagen zu Hause haben wir eine richtige Routine entwickelt. So langsam wissen wir wie ein Fehlalarm und wie ein richtiger Alarm klingt. Aber er macht sich wirklich richtig gut, er ist ein total ausgeglichenes und zufriedenes Kind.

Das einzige was mich wirklich trifft sind teilweise die Blicke und bösen Kommentare von mir völlig fremden Menschen. Als wir vor ein paar Tagen beim einkaufen waren, hatte ich den Monitor am Kinderwagen, die Frau beugte sich in den Kinderwagen, schaute den kleinen an und sagte daraufhin nur: Der sieht ja ganz normal aus, was stimmt denn mit ihm nicht. Ehrlich gesagt war ich erst mal baff und wusste nicht so richtig ob ich nun freundlich oder doch relativ patzig antworten sollte. Ich entschied mich für ersteres und erklärte der Dame das er eben ein Frühchen sei, und den Monitor zur Überwachung bräuchte. Danach war sie still und ging. Nur die Blicke sind manchmal wirklich schwer zu ertragen, als sei man von einem anderen Stern. Ich habe mich letztens mit einer Freundin ausgetauscht, ihre Tochter hat auch so einen Monitor, sie berichtete mir genau die gleichen Erfahrungen. Ich bin wirklich ein sehr offener Mensch und mich kann man sehr gerne alles fragen, aber ich finde es kommt immer auf den Ton an. Natürlich kann ich verstehen das ein Monitor am Kinderwagen nicht „normal“ ist aber manche Kommentare bringen mich wirklich auf die Palme. Ein älteres Ehepaar lief bei unserem ersten Spaziergang am Wagen vorbei, da sagte der Mann : Früher wären solche Kinder aussortiert worden. Ganz ehrlich am liebsten wäre ich ihm ins Gesicht gesprungen. Aber manchmal hilft wirklich nur freundlich lächeln und „Arschloch“ denken. Ich finde es schade das Inklusion immer noch so ein Fremdwort ist und man sich für vieles immer noch Rechtfertigen muss.

Natürlich haben wir auch einige positive Erfahrungen gemacht, mich sprach auch eine Mama an, ihre Tochter hatte auch so einen Monitor. Diese Erfahrungen geben dann wieder Kraft und bestärken einen. Wir versuchen unseren Alltag trotzdem so normal wie möglich zu gestalten, aber Dinge wie Essen gehen ect fallen mir immer noch sehr schwer. Denn dort sind die Blicke und Musterungen für mich noch am schlimmsten. Aber zum Glück werden wir diesen Monitor ja nicht mehr ewig haben. In knapp 3 Wochen müssen wir zur ersten Auswertung ins Krankenhaus und ich bin gespannt was dann raus kommt und wie lange wir diesen Monitor noch tragen müssen. Ich bin ehrlich gesagt wirklich froh wenn wir die Kabel endlich los sind und wir ohne irgendwelche Kabel kuscheln können. Aber lieber habe ich den Löwenjungen so zu Hause als ihn immer noch im Krankenhaus zu haben. Deshalb sind wir so dankbar das die Frühgeburt doch so problemlos ablief und Leo uns wirklich gezeigt hat was für ein kleiner Löwe in ihm steckt.

Ich halte euch natürlich weiter auf dem laufenden. Bald zeige ich euch unsere Lieblingsartikel. Denn Leo hat wirklich schon 2 richtig tolle Favoriten die ich euch unbedingt zeigen möchte. Dies aber ein andermal. Bis demnächst ihr Lieben.

2 Kommentare

  1. Lass dich von den dummen Leuten nicht stressen. Jeder der ein bißchen Grips hat weiß, daß der Monitor zur Überwachung dient. Der kleine Mann ist so süß und stark und ich glaube, daß er den Monitor nicht mehr allzu lange brauchen wird.

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